Advent, Advent der Glühwein brennt …

 
 

Magdeburg, Aussteiger, Elbe

… und eine süßliche Duftnote schleicht sich in meine Nase und flüstert: Weihnachten steht vor der Tür!
Der heiße Wein blubbert fröhlich vor sich hin, während die windgebeutelten Wellen gegen das Schlauchboot schlagen. Schlauchboot? Wellen? Glühwein? Ja!

Wieder ist ein Jahr vergangen. Es ist der 2. Advent und wie immer zu dieser Zeit sitze ich in einem Boot und tauche ein altes Holzpaddel in die Elbfluten.
Erfreulicherweise bin ich dafür nicht allein zuständig und genieße die Gesellschaft meiner elf Mitpaddler bzw. Paddlerinnen. Obwohl wir so vielzählig den Bootsrand belagern, bilden wir das Schlusslicht der kälteerprobten Paddelgemeinde.

Am Startpunkt an der Fähre in Barby sind wir doch noch ganz zügig losgekommen? Warum nur, ist dann jetzt keines der etwa 20 Boote mehr zu sehen? Liegt es daran, dass unser bootseigener Glühwein so gut schmeckt oder ist der raue Gegenwind schuld?
Wir beschließen zu singen. Im Chor trällern wir das Magdeburger Lied. „Ist denn die Elbe immer noch dieselbe?“, fragen wir uns immer und immer wieder.
Solange, bis wir das Bootshaus Delphin in Schönebeck erreichen.

Hier wärmen wir uns zusammen mit all den anderen Paddlern am Lagerfeuer, schlürfen Glühwein und essen Stollen. Wir erzählen, lachen, erzählen, lachen – bis uns das Lachen gefriert. Ein Kameramann steht plötzlich vor uns, drückt uns sein Objektiv ins Gesicht und will wissen, was so toll ist an der Paddeltour.
„Gruppendynamik. Spaß.“, bringen wir hervor und ich bereue die Wahl meiner äußerst auffälligen  Kopfbedeckung. Ich trage eine quietschgelbe Wollmütze, die eine unbestrittene Ähnlichkeit mit einer sehr bekannten Fernsehfigur besitzt.
„Zum Glück war der nicht von Pro7 oder Sat1.“, scherzen wir und schlendern zurück zum Boot.

Nach insgesamt 25 Kilometern kommen wir in Magdeburg/Westerhüsen an, entladen das Boot und wärmen uns am Würstchen-Grill.
Die Interviewfrage des Kameramanns von vorhin geht mir durch den Kopf. Was an dieser Tour so besonders ist, wollte er wissen. Ganz einfach: Es ist das perfekte Rezept: Eine Prise frische Winterluft vermischt mit humorvoller Gesellschaft und einem Esslöffel Sportsgeist. Ein paar Gramm Puderzucker vom Stollen, ein Schluck heißer Glühwein und ein Messbecher, gefüllt mit Natur und herrlicher Elblandschaft, runden es ab.

Vielen Dank an die Schlauchboot-Crew und die Veranstalter vom „Aussteiger“!

 

 

 

2 Comments

  1. Olli sagt:

    Hallo Mady,

    schöner Beitrag, es ist alle Jahre wieder ein Erlebnis. Unter http://www.blaues-band.de/news findest Du weitere Bilder, den Volksstimmer-Artikel, den MDR-Beitrag und natürlich Dein Interview mit dem Elbekanal ;-)

    • madyhost sagt:

      Hallo Olli,
      vielen Dank! Tolle Bilder. Habe den Elbekanal-Beitrag auch schon gesichtet … Verstecken kann ich mich unter meiner gelben Mütze wohl kaum ;-)
      Liebe Grüße und einen schönen Start in das neue Jahr!

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